
Steigende Krankenkassenprämien? Die obligatorischen Krankenkassenprämien stiegen seit 2000 rund 9 x stärker als die Löhne.

Seit dem Jahr 2000 bis 2024 stiegen die obligatorischen Krankenkassenprämien (real) um 116.52 %, während die Löhne (real) um 13.11 % stiegen (inflationsbereinigt mit dem Landesindex für Konsumentpreise, siehe Hinweise). Somit stiegen die obligatorischen Krankenkassenprämien rund 9 x stärker als die Löhne.
Als Haupttreiber dieser Entwicklung nennt ein vom Bundesamt für Gesundheit (BAG) beauftragtes Rahmendokument vor allem zwei Faktoren: die demografische Alterung und den stetigen Anstieg der Gesundheitsausgaben pro Erkranktem.
Der sogenannte Altersquotient – also die Zahl der über 65-Jährigen je 100 Personen im erwerbsfähigen Alter (20–64 Jahre) – erhöhte sich von 25,0 im Jahr 2000 auf 31,8 im Jahr 2023. Gleichzeitig steigen die Gesundheitskosten pro Person unter anderem durch den medizinischen Fortschritt, den erweiterten Zugang zu Behandlungen, höhere Einkommen und verschiedene andere Anreize im heutigen Gesundheitssystem – sowohl auf Seiten der Leistungserbringer als auch der Versicherten: So sind ambulante Behandlungen günstiger als stationäre, doch Krankenkassen zahlen ambulante Behandlungen zu 100%, stationäre nur zu max. 45% (der Rest wird von den Kantonen gedeckt).