Steigende Krankenkassenprämien? Die obligatorischen Krankenkassenprämien stiegen seit 2000 rund 9 x so stark wie die Löhne.

Seit dem Jahr 2000 bis 2025 stiegen die obligatorischen Krankenkassenprämien (real) um 128.59 %, während die Löhne (real) um 15.01 % stiegen (inflationsbereinigt mit dem Landesindex für Konsumentpreise, siehe Hinweise). Somit stiegen die obligatorischen Krankenkassenprämien rund 9 x so stark wie die Löhne.

Als Haupttreiber dieser Entwicklung nennt ein vom Bundesamt für Gesundheit (BAG) beauftragtes Rahmendokument vor allem zwei Faktoren: die demografische Alterung und den stetigen Anstieg der Gesundheitsausgaben pro Erkranktem.

Der sogenannte Altersquotient – also die Zahl der über 65-Jährigen je 100 Personen im erwerbsfähigen Alter (20–64 Jahre) – erhöhte sich von 25,0 im Jahr 2000 auf 31,8 im Jahr 2023. Gleichzeitig steigen die Gesundheitskosten pro Person unter anderem durch den medizinischen Fortschritt, den erweiterten Zugang zu Behandlungen, höhere Einkommen und verschiedene andere Anreize im heutigen Gesundheitssystem – sowohl auf Seiten der Leistungserbringer als auch der Versicherten: So sind ambulante Behandlungen günstiger als stationäre, doch Krankenkassen zahlen ambulante Behandlungen zu 100 %, stationäre nur zu max. 45 % (der Rest wird von den Kantonen gedeckt).

Quellen für Zahlenmaterial

Bundesamt für Statistik, Schweizerischer Lohnindex
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Stand vom:
29.06.2026
Bundesamt für Statistik, Krankenversicherungsprämien-Index
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Stand vom:
29.06.2026
Bundesamt für Statistik, Landesindex der Konsumentenpreise
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Stand vom:
29.06.2026
Rahmendokument zur Analyse der Kostenentwicklung in der obligatorischen Krankenpflegeversicherung, ZHAW beauftragt vom BAG
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Stand vom:
13.11.2025
Bundesamt für Statistik, Statistik des jährlichen Bevölkerungsstandes (1981-2010) & Statistik der Bevölkerung und der Haushalte
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Stand vom:
17.11.2025
Preisüberwachung PUE, Ambulantisierung und Spitalversorgung in der Schweiz
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Stand vom:
03.12.2025

Hinweise

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Daten des BFS variieren, da sie nominal sind. Nominale Zunahme: Obligatorische Krankenkassenprämien + 160.5 %, Zusatzversicherungen +20.4 %, Löhne + 32.7 %. Für die Berechnung der realen Steigerung der Krankenkassenprämien und der Zusatzversicherung wurde der LIK berücksichtigt, für die reale Steigerung des Lohnes wurde der Reallohnindex verwendet.
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Krankenversicherungsprämien-Index: Bis 2003 Entwicklung der Durchschnittsprämie (Minimalfranchise) aller Versichertenkategorien. Ab 2004 provisorische Schätzung der durchschnittlichen Prämienentwicklung des gesamten Versichertenbestandes (inkl. Wahlfranchisen, Bonusversicherungen usw.) gemäss Bundesamt für Gesundheit.

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