
82.4 % des gesamten Nutztierfutters stammt aus der Schweiz.

Gemäss Agristat wurden im Jahr 2023 in der Schweiz insgesamt 6.38 Millionen Tonnen Nutztierfutter produziert. Zusätzlich wurden 1.37 Millionen Tonnen Tierfutter aus dem Ausland importiert. Damit stammten 82.4 % des eingesetzten Tierfutters aus inländischer Produktion, während die Importe einen Anteil von 17.6 % ausmachten.
Grundsätzlich wird beim Tierfutter zwischen Raufutter (insbesondere Gras) und Kraftfutter (Getreide sowie proteinreiche Hülsenfrüchte) unterschieden. Im Jahr 2023 entfielen rund drei Viertel (75 %) der gesamten Futtermittelmenge auf Raufutter, während der Anteil des Kraftfutters etwa 20% betrug. Die verbleibenden 4–5 % werden von Agristat der Kategorie «Anderes» zugeordnet. Der hohe Inlandanteil resultiert primär aus dem Raufutter. Schweine und Geflügel sind für ihre Proteinversorgung stark auf Importe angewiesen (siehe unten).
Langfristig zeigt sich eine Verschiebung in der Herkunft der Futtermittel: Während der Inlandanteil des Raufutters von 2000 bis 2023 nur leicht von 99.3 % auf 96.3 % sank, ging jener des Kraftfutters deutlich von 60.5 % auf 34 % zurück. Damit wird heute ein grosser Teil des Kraftfutters importiert, während das Raufutter weiterhin fast vollständig aus inländischer Produktion stammt.
Die Futterzusammensetzung variiert stark je nach Nutztierart. Rinder werden überwiegend mit Raufutter gefüttert; ihr Kraftfutteranteil beträgt lediglich 9.6 %. Bei Schweinen liegt dieser bereits bei 75.5 %, während Geflügel fast ausschliesslich Kraftfutter erhält (97.2 %). Entsprechend unterscheidet sich auch der Inlandanteil des Futters deutlich: Er beträgt bei Rindern 89.4 %, sinkt bei Schweinen auf 50.2 % und erreicht beim Geflügel mit 21.7 % einen noch tieferen Wert. Die Selbstversorgung basiert also auf Raufutter für Wiederkäuer; die Schweine- und Geflügelproduktion ist hingegen stark von importiertem Kraftfutter abhängig.