Drei Viertel des Schweizer Treibhausgas-Fussabdruckes fällt im Ausland an.

Das 2023 von der Stimmbevölkerung angenommene Klima- und Innovationsgesetz verankert das Netto-Null-Ziel bis 2050 für die inländischen Treibhausgasemissionen gemäss Pariser Abkommen. Neben den Emissionen im Inland trägt die Schweiz jedoch auch Verantwortung für jene Emissionen, die durch importierte Güter und Dienstleistungen entstehen. Der Treibhausgas-Fussabdruck erfasst sämtliche Emissionen, die durch die inländische Endnachfrage verursacht werden. Da diese Grösse nicht direkt messbar ist, beruht sie teilweise auf Modellrechnungen.

Gemäss Bundesamt für Umwelt (BAFU) betrug der Treibhausgas-Fussabdruck 2023 rund 14.8 Tonnen CO₂-Äquivalent pro Kopf (t CO₂eq/Kopf). Davon entfielen etwa 25% (3.7 t CO₂eq/Kopf) auf Emissionen im Inland und rund 75% (11.1 t CO₂eq/Kopf) auf Emissionen im Ausland. Besonders hoch ist der Auslandsanteil bei Kleidern und Schuhen (92%) sowie bei Lebensmitteln (63%,Stand 2021). Die Reduktionsziele des Pariser Abkommens fokussieren primär auf Emissionen im Inland. Seit 2000 wurden die inländischen Emissionen stärker reduziert (−40%) als die importbedingten Emissionen (−25%).

Aufgrund unterschiedlicher Datenquellen und Berechnungsmethoden ist ein internationaler Vergleich nur indirekt möglich. Grundsätzlich gilt, dass ein höherer Wohlstand mit höheren Treibhausgasemissionen verbunden ist.

Quellen für Zahlenmaterial

BAFU, Treibhausgas-Fussabdruck
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Stand vom:
21.01.2026
UN Environment, Economy Devision, SCP Hotspot-Analysis (Terms and Conditions: www.scp-hat.lifecycleinitiative.org)
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Stand vom:
30.01.2026

Hinweise

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Ab 2010: Daten von FIGARO/Eurostat, 2000 bis 2009: IEA/OECD und GLORIA. Vergleichbarkeit nur bei gröberen Aggregaten gegeben.
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Modellierung Treibhausgas-Fussabdruck Schweiz mit «Environmentally Extended Multiregional Input-Output Analysis» (bevorzugte Methode der internationalen statistischen Gemeinschaft)
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Inländische Endnachfrage: Summe der Ausgaben der privaten Haushalte und des Staates für den Endverbrauch, der Bruttoanlageinvestitionen und der Vorratsveränderungen (Rohstoffgewinnung, Produktion, Transport, Nutzung und Entsorgung)
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Emissionen von exportierten Gütern werden abgezogen.

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