Fachkräftemangel? Seit 2004 hat sich der Anteil der Betriebe mit Rekrutierungsschwierigkeiten mehr als verdoppelt.

Gemäss der Beschäftigungsstatistik des Bundes (BESTA) berichteten im Jahr 2004 insgesamt 4.1 % aller Unternehmen von Rekrutierungsschwierigkeiten bei qualifiziertem Personal. Bis 2024 ist dieser Anteil auf 11.4 % gestiegen und hat sich damit mehr als verdoppelt. Dies geschah trotz verschiedener dämpfender Massnahmen, insbesondere der besseren Ausschöpfung des inländischen Arbeitskräftepotenzials sowie der Zuwanderung, vor allem im Rahmen der Personenfreizügigkeit.

Die Statistik erfasst den Anteil der Unternehmen, die bei mindestens einem der qualifizierten Bildungsniveaus Rekrutierungsschwierigkeiten melden. Diese Bildungsniveaus umfassen Berufslehre, höhere Berufsausbildung und Hochschulabschlüsse.

Eine weitere Perspektive ergibt sich, wenn nicht die Betriebe, sondern die Beschäftigten betrachtet werden. Im Jahr 2004 waren 16.4 % aller zu besetzenden Stellen schwierig zu rekrutieren, und diese entfielen auf 4.1 % der Betriebe. Im Jahr 2024 waren 38.6 % aller zu besetzenden Stellen schwer oder nicht besetzbar, und diese wurden von 11.4 % der Betriebe ausgewiesen.

Quellen für Zahlenmaterial

BFS – Beschäftigungsstatistik (BESTA)
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Stand vom:
22.09.2025
BFS – Rekrutierungsschwierigkeiten
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Stand vom:
22.09.2025
SECO, Fachkräftemangel in der Schweiz
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Stand vom:
30.12.2025

Hinweise

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Daten erst ab 2004 verfügbar (Synthesestatistik, Durchschnittswert aller Unternehmen).
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BESTA-Ergebnisse ab 2018-II revidiert (August 2025).
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Ordinate von 2 bis 14% um das Wachstum besser zu verdeutlichen.
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Betriebe mit Rekrutierungsschwierigkeiten: Geben im BESTA-Fragebogen an, nur schwer oder gar kein qualifiziertes Personal gefunden zu haben.
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Neue Methode (Umgang mit Antwortausfällen) ab Q2 2007.
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Text: Durchschnittswerte der 4 Quartale pro Jahr.
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Gewichtung nach Betrieben: Unternehmen zählen grössenunabhängig gleich viel.
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Gewichtung nach Beschäftigten: Grosse Unternehmen zählen stärker.

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