Wirtschaft als Klimasünder? Die Inlandemissionen pro erwirtschaftetem Franken sind seit 2000 um 50% gesunken.

Gemäss dem Bundesamt für Umwelt (BAFU) sanken die Treibhausgasemissionen in der Schweiz (Inland, siehe Hinweise)zwischen 2000 und 2023 von 54.1 auf 40.8 Mio. Tonnen CO₂-Äquivalente (CO₂eq); eine Reduktion um 24%. Im gleichen Zeitraum wuchs das reale Bruttoinlandprodukt (BIP) von 509.5 auf 772.1 Mrd. CHF (+ 52%). Dadurch verringerte sich die Treibhausgasintensität der Schweizer Wirtschaft deutlich: Die Emissionen pro erwirtschaftetem Franken halbierten sich nahezu und sanken von 106 auf 53 g CO₂eq pro CHF; eine Abnahme um 50%.

Haupttreiber dieser Entwicklung war eine stark gestiegene Wertschöpfung im Industrie- (+97.6 %) und Dienstleistungssektor (+117%) bei gleichzeitig deutlich reduzierten Treibhausgasemissionen für die  benötigte Energieerzeugung in den jeweiligen Sektoren (Industrie: −36%, Dienstleistungen: −42%). Auch die Landwirtschaft konnte ihre Treibhausgasemissionen für die Energieerzeugung um 33% senken, während die Nahrungsmittelproduktion weitgehend konstant blieb.

Quellen für Zahlenmaterial

BAFU, Kenngrössen zur Entwicklung der Treibhausgasemissionen in der Schweiz 1990-2023
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Stand vom:
21.01.2026
BAFU, Entwicklung der Treibhausgasemissionen in der Schweiz seit 1990
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Stand vom:
21.01.2026

Hinweise

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Nur Treibhausgasemissionen im Inland berücksichtigt (ohne internationalen Flug- und Schiffsverkehr und Landnutzungsänderungen / Forstwirtschaft)
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CO₂-Äquivalente entspricht der Summe aller Gase. Emissionen anderer Gase als CO₂ wurden gemäss ihrem Erwärmungspotenzial entsprechend gewichtet (BAFU).
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Reales BIP: Referenzjahr 2010

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