Finanzen im Griff? Die Schweizer Staatsverschuldung liegt mit 39% weit unter der unserer Nachbarn.

Im Jahr 2023 hatte die Schweiz mit 39% die tiefste Bruttoverschuldung (in % des BIP) relativ zum den Nachbarländern. Deutschland und Österreich liegen mit 63% bzw. 78% unter dem EU-Durchschnitt von 82%, währenddessen Frankreich (110%) und Italien (135%) darüber liegen.

Die Verschuldung der Schweiz hat seit 2000 um 13.5 Prozentpunkte abgenommen. Die Verschuldung der Nachbarstaaten hat über den gleichen Zeitraum zugenommen und zwar um 3.7 (Deutschland), 12.3 (Österreich), 25.9 (Italien) und 50.0 (Frankreich) Prozentpunkte. Österreich, Italien, Frankreich als auch Deutschland liegen somit über den EU-Konvergenzkriterien (auch Maastricht-Kriterien), welche einen maximalen staatlichen Verschuldungsstand von 60% des BIP vorschreiben.

Seit der Einführung der Schweizer Schuldenbremse im Jahr 2003 hat die Bruttoverschuldung um 18.2 Prozentpunkte, von 56.9% auf 38.7% abgenommen. Die Verfassungsbestimmung zur Schuldenbremse wurde im Dezember 2001 mit 85% Ja-Anteil der Stimmbürgerinnen und Stimmbürger angenommen.

Quellen für Zahlenmaterial

International Monetary Fund (IMF)
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Stand vom:
09.10.2025
Eidgenössisches Finanzdepartement
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Stand vom:
14.10.2025
Bundesministerium der Finanzen
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Stand vom:
20.10.2025

Hinweise

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Bruttoschulden umfassen alle Verbindlichkeiten, die eine Zahlung oder Zahlungen von Zinsen und/oder Tilgung durch den Schuldner an den Gläubiger zu einem oder mehreren zukünftigen Zeitpunkten erforderlich machen.
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Der Staatshaushalt, oder die Netto-Staatsausgaben, wird als Differenz von den Einnahmen zu den Ausgaben berechnet.

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